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AFPK

Ausbildung zur Familien-, Seniorenhelfer/in und Pflegehelfer/in oder Kinderbetreuer/in (AFPK)

Der nächste Ausbildungszyklus startet im September 2017 und findet in Eupen statt.
Nähere Angaben: hier

 

Die höhere Lebenserwartung der Menschen, die Veralterung der Bevölkerung sowie die Gesellschaftstendenzen zur außerhäuslichen Betreuung und häuslichen Versorgung von alten Menschen und Kindern führen zu einem höheren professionellen Betreuungsbedarf und somit auch zu einem höheren Bedarf an ausgebildeten Familien- und Seniorenhelfer/innen, Pflegehelfer/innen und Kinderbetreuer/innen. Diese Situation veranlasste den Familienhilfedienst und die Krankenpflegevereinigung KPVDB in Zusammenarbeit mit dem Ministerium der DG und dem Arbeitsamt der DG eine Ausbildung zu planen, welche die drei Berufsbilder umfasst.

Aufgabenbereiche:

Die Familien- und Seniorenhelfer/in betreut Senioren und demenzerkrankte Personen, Familien, chronisch- und psychisch Kranke sowie Personen mit Behinderung. Sie kümmert sich um die alltäglich anfallenden Arbeiten: kochen, bügeln, waschen, Unterhalt der Wohnung. Sie führt die Körperpflege durch und hilft in allen Angelegenheiten, die außerhalb des Hauses zu regeln sind wie Einkäufe, Arztbesuche oder Behördengänge.

Die Pflegehelfer/in ist spezifisch ausgebildet um dem/der Krankenpfleger/in zu assistieren. Sie arbeitet unter seiner/ihrer Kontrolle, im Bereich der Pflege, Gesundheitserziehung und Logistik. Der/Die Pflegehelfer/in arbeitet im Rahmen, der von der Krankenpfleger/in koordinierten Aktivitäten, innerhalb einer strukturierten Equipe im Krankenhaus, Alten- und Pflegeheime oder in der Haus- Krankenpflege.


Die Kinderbetreuer/in gestaltet in Zusammenarbeit mit qualifiziertem Personal den familien- oder schulergänzenden Alltag von Kindern unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft, Sprache und Religion.
Sie unterstützt, begleitet, erzieht und fördert Kinder von ihren ersten Lebensmonaten bis zum Alter von 12 Jahren. Der/Die Kinderbetreuer/in geht dabei auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten der von ihm/ihr betreuten Kinder ein.

Arbeitsfelder
Familien- und Seniorenhelfer/in:
•    Familien- und Seniorenhilfsdienste
•    Behinderteneinrichtungen
Pflegehelfer/in:
•    Alten- und Pflegeheime
•    Krankenhäuser
•    Hauskrankenpflege
Kinderbetreuer/in:
•    Außerschulische Betreuung
•    Tagesmutter/-vater
•    Kinderkrippen

Ausbildung
Familien- und Seniorenhelfer/in +  Pflegehelfer/in
Dauer: ca. 18 Monate,
maximale Teilnehmerzahl: 20
•    Hauswirtschaft: Theorie, Textilpflege, Kochen, Hausreinigung,
      Ernährungslehre…
•    Psychologie und Pädagogik: Gesundheitserziehung, Entwicklungspsychologie,
      Kommunikation, beruflicher Umgang mit Problemen in Familien…
•    Pflege und Hygiene: Pflegetheorie und Praxis, Pflegeplanung, Säuglingspflege,
      Erste Hilfe…
•    Anatomie, Gerontologie
•    Berufskunde: Ethik, Deontologie
•    Sozialgesetzgebung
•    Lerntechniken, Supervisionen…

Kinderbetreuer/in
Dauer ca. 12 Monate,
maximale Teilnehmerzahl 6
•    Hauswirtschaft: Ernährungslehre, Kochen, Säuglings- und Kindernahrung
•    Psychologie und Pädagogik: Entwicklungspsychologie, Didaktik,
      kindgerechtes Spiel…
•    Pflege und Hygiene: Säuglingspflege, Pflege krankes Kind, Erste Hilfe…
•    Berufskunde: Ethik, Deontologie
•    Sozialgesetzgebung
•    Lerntechniken, Supervisionen…

Die voraussichtlichen Unterrichtszeiten sind:
montags, dienstags, donnerstags und freitags von 08.30 bis 14.40 Uhr, jeweils 6 Unterrichtsperioden. Die Familien-, Seniorenhelfer/in und Pflegehelfer/in haben zusätzlich mittwochs von 08.30 bis 12.00 Uhr jeweils 4 Unterrichtsperioden.
Der theoretische Unterricht wird ergänzt durch Praktikumswochen. Hier gelten die Arbeitszeiten der Arbeitsstellen (z.B. im Früh- oder Spätdienst). Somit erhält jeder/jede Teilnehmer/in Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsfelder.
Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung führt zum Erhalt des Zertifikats als Familien-und Seniorenhelfer/in (1) sowie Pflegehelfer/in (1)(2) oder als Kinderbetreuer/in (1).

(1) anerkannt von der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
(2) anerkannt von dem föderalen Gesundheitsministerium.